Boat Trip 24

Ein euphorischer Kurztrip, mit einschlagendem Ergebnis stand an. Doch von Euphorie und einschlagenden Ergebnissen, wusste ich zu Anfang dieser Kurzsession noch nichts. Denn die Bedingungen waren nicht all zu gut an diesem Tag.   Hochdruck Wetterwechsel und ein nicht gefütterter Spod, ließen keine großen Erwartungen in mir aufkommen. Ich wollte einfach nur raus, den Kopf frei bekommen vom traurigen Ereigniss der Letzten Tage. Das Boot besteigen, an einem relativ flachen Bereich ankern, die Ruten auswerfen und einfach auf das Wasser schauen.   Ich fischte zwei Ruten, eine Chod und eine Methode Rute, auf 2,5-3 Metern Tiefe. Kaputt vom Geschleppe des Tackles, zog es mich auf meine Liege mit dem Vorhaben meine Ruten gegen 18 Uhr zu kontrollieren. Wie es aber so ist, wenn man gemütlich auf der Liege liegt und völlig im Arsch ist …. wurde hieraus natürlich nichts. Gegen Abend konnte ich mich doch noch aufraffen und wenigstens eine Rute neu auswerfen. Die Methode Rute blieb unverändert an ihrem Platz. Gegen 03:30 Uhr wurde ich unsanft aus meinen Träumen gerissen. Die Methode-Rute lief ab und es begann ein Drill, den ich so schnell nicht vergessen werde. Mein erster Drill von meinem verankerten Boot. Was für eine Erfahrung, was für ein Gefühl, welch ein Drill. Mir stockte der Atem und ein Jubelschrei breitete sich im dunkel der Nacht über dem See aus, als ich den Fisch im Kescher sah. Was für eine Bombe, die Waage blieb bei 24 Kilo abzüglich der Sling stehen. Ich konnte es nicht glauben und erst jetzt machte ich mir Gedanken darüber wie ich Bilder von diesem Fisch machen soll. Allein mit Handy? No Way Am Abend zuvor Telefonierte ich noch mit Ulf und sagte ihm, dass er von Hamburg aus vorbei kommen müsse, wenn ich einen brachialen Fisch lande. Er hätte dies auch getan, wenn er nicht im Tiefschlaf gewesen wäre und das Klingeln vernommen hätte. 😀 Plan „B“ der Pächter vom See musste her. Ein kurzer Anruf bei ihm mit der Bitte um Fotos und die Kilo Zahl 24 haben ihn neugierig gemacht und er setzte sich ins Boot und kam. Danke hierfür nochmal. Diesen Fisch widme ich meinem Freund Martin Mahn, der uns am 09.07.2018 viel zu früh verlassen musste.  

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Tagessession 14.05.17

Moin moin, Nach der erfolgreichen Tagessession von Dennis vor zwei Wochen geht’s dieses Mal gemeinsam an den See. Er hat auch diesmal nur mit ein paar wenigen Boilies vorgefüttert. Das Wasser sollte so ca 15° haben und die Brassen sind schon fleißig am Leichen. Um 9 Uhr morgens können wir uns endlich die Tageskarten kaufen. Danach geht es natürlich sofort ans Gewässer. Um kurz vor 10uhr liegen unsere Ruten. Wir setzen dieses Mal vollkommen auf das Chodrig und fischen mit auffälligen, süßen, in Goo gedippten, Pop Ups. Nach ca 1 Std gibt es die erste Aktion. Es ist jedoch kein Fullrun oder ein klarer Fallbiss. Der Swinger geht ein paar cm hoch, dann ein paar runter. Mir kommt es wie ein Brassenbiss vor. Nachdem ich das eine zeitlang beobachtet habe, nehme ich die Rute auf und stelle den Kontakt zum Fisch her. Nach wenigen Momenten merke ich, dass ist gar kein Brassen. Das ist ein kleiner Karpfen! Nach kurzer Zeit ist er im Kescher. Es ist ein kleiner. Nur Ca 4pfd. Aufs Wiegen verzichte ich. Die Größe zählt für mich nicht so viel. “So kann es weitergehen” denke ich, bestücke das Chod neu und werfe wieder an den gleichen Spott. Nach kurzer Zeit ertönt wieder der selbe Bissanzeiger. Diesmal ist es ein Fullrun! Sofort ist mir klar, dieses Tier ist größer als der Erste. Da ich nicht so viel Unruhe auf dem Spott verbreiten will, drille ich den Rüßler zügig heran und Kescher ihn. 25,2Pfd. Nicht schlecht. Besonders das große Paddel fasziniert mich zumal die Färbung wirklich schön ist. Jetzt wird’s an dem Gewässer ruhiger und es tut sich an unseren Ruten nichts mehr. Deshalb entschließen ich mich nach potentiellen neuen Spots ausschau zu halten. Als ich nach 15min wieder zu unserem Platz zurückkehre, sehe ich gerade noch, wie Dennis seinen ersten Karpfen Kescher. Es ist ein schöner 21Pfd Spiegler mit ebenso einem schönen Paddel. Jetzt muss sich unser Spott erstmal ein bisschen beruhigen, also lassen wir die Ruten an den jeweiligen Stellen liegen und genießen das Wetter. Nach ca 2 Std schrillt wieder mein Micron los. Ich nehme Kontakt auf und habe einen wahnsinns Drill. Kurz vorm Kescher schlitzt er mir aus. “Sch….!!!” Es war auf jeden Fall ein sehr schöner Spiegler. Wie groß er genau war, ist schwer zu sagen. Ein bisschen enttäuscht werfe ich meine Rute erneut aus. Bei Dennis tut sich seit seinem Fisch irgendwie nichts mehr, außer ein-zwei Pieper. Jedoch passiert weiter nichts. Nach einiger Zeit bekomme ich wieder einen Biss, der genauso verläuft wie der 1. Und richtig, es ist wieder ein kleiner Karpfen mit vielleicht 3-4Pfd. Dies sollte leider auch die letzte Aktion an diesem Tag sein. Wir packen um 18:30 Uhr ein und beenden diesen Tag. Fazit: Eine sehr erfolgreiche Tagessession. Es war zwar kein Riese dabei, aber insgesamt 4 schöne Fische. Der Spaß ist nicht zu kurz gekommen! In diesem Sinne TL

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Alster: Fluch und Segen

Bei dem überwiegenden Teil der Karpfenangler erhält man immer ausreichend Informationen und Benachrichtigungen über erfolgreiche Sessions. Aber die Misserfolge werden meistens verschwiegen bzw. über sie wird einfach nichts berichtet. Das erweckt bei den Anglern, die neu dabei sind, immer ein falsches Bild vom Karpfenangeln. Karpfenangeln ist nicht nur Erfolg. Es gibt auch genug Sessions wo man vom Pech verfolgt wird, sich zu blöd anstellt oder es aus irgendeinem anderen Grund einfach nicht gut läuft bzw. man nicht zum Erfolg kommt. Genau so eine Session haben wir auch gerade hinter uns und wollen euch davon berichten: Ein Wochenende an der Außenalster: Freitag gegen 8 Uhr habe ich mit Dennis die Sachen an der Außenalster ausgeladen und aufgebaut. Dann musste Dennis los zur Arbeit. Ich habe mich dran gemacht die Ruten aufzubauen und auszulegen. Alleine war das auslegen gar nicht so einfach, da Wind und Wellengang war und Segler meinen Weg kreuzten. Das heißt, manchmal musste ich die Rutenspitze unter Wasser drücken um die Schnur schnell abzusenken, damit die Segler sich nicht in ihr verfangen. Des weiteren haben wir unser GPS verlegt und somit war das ablegen noch schwerer, da man die Entfernungen und Spots nur schätzen konnte und somit jedes Mal wieder von neuem suchen musste. Als das geschafft war habe ich es mir erst mal gemütlich gemacht und Siesta gehalten mit Wein, Käse und Brot. Um so später es wurde um so mehr nahm der Regen und Wind zu. Jedoch tat sich an den Ruten nichts. Gegen 18 Uhr kam Martin vorbei und baute auf. Das Boot mussten wir gegen Abend das erste Mal ausleeren, da es von Spritzwasser und dem Regen mit Wasser voll gelaufen war. Da auf unsrem Spot eine Segelgruppe trainiert hat, konnten wir Martins Ruten nicht auslegen. Wir haben damit gewartet, bis Dennis um ca. 21:30 Uhr angekommen ist. Dann haben Dennis und ich die Ruten gemeinsam ausgelegt. Mittlerweile war es dunkel und wir konnten nur mit großer Mühe und einigen Problemen  unsere Ruten sauber ablegen. Geplant war es unsere Spots mittels Tastblei und Echolot zu finden, eine Marker Boje zu setzen, einen Futteplatz anzulegen um dort dann unsere Ruten abzulegen und mit diesen zum Ufer zurück zu fahren. Es lief aber anders wie geplant und das auslegen der 6 Ruten wurde zum Albtraum. Denn die Realität sah anders aus. Wir fuhren raus und fanden  unsere spots auf Muschelbänken in ca 370 Metern zum Ufer. Schnell wurde die Markerboje gesetzt und einen großzügiger Tisch für unsere Freunde gedeckt. Nun machten wir uns daran die Ruten zum ablegen vorzubereiten. Einen Fehler denn wir machten, dauerte gerade nur 10 Sekunden und sollte uns um eine Stunde zurück werfen. Wir behielten bei Sturm und Dunkelheit die Marker Boje nicht im Auge. Diese verschwand sofort aus unserem Sichtfeld und wir hatten die darauf folgenden 60 min damit verbracht diese zu finden. Als sie wieder da war legten wir sofort die Ruten ab, jeweils 2 auf einmal in Distanzen von 8 Metern links und rechts neben die Boje. Wir machten uns gerade auf dem Rückweg zum Ufer, als sich auf der Linken Rolle eine durch Schnurdrall verursachte Perücke bildete, die Schnur saß fest und Dennis fing an zu fluchen, zu kotzen und im Boot rumzurandalieren. In den nächsten 5 min war er damit beschäfftigt, die perrücke in der Dunkelheit zu entfernen, drauf und dran seine Rute in die Alster zu werfen. Da seine Montage nun wieder vom Platz gezogen wurde. Als wir endlich fertig waren haben wir uns zusammengesetzt und eine längst überfällige Mahlzeit zu uns genommen. Danach haben wir uns auch schon schlafen gelegt. Das auslegen der 6 Ruten hatte schließlich insgesamt ca. 3 Stunden gedauert und es war somit schon 1 Uhr morgens. Am Samstag morgen hatte ich dann um 8 Uhr einen Run. „Endlich“, denke ich mir und gehe zu der Rute. Ich nehme sie auf und will Kontakt zum Fisch aufbauen. Im nächsten Moment merke ich, dass die Schnur gerissen ist. Und das direkt beim Absenkblei. Das heißt die Schnur muss unter einen scharfen Stein geraten sein und beim anheben gerissen sein. Voll frustriert verkrieche ich mich für die nächsten 15 min erst mal wieder in mein Zelt. „Super 370m Schnur weg.“ ( Die wir glücklicher weise durchs einholen einer anderen rute wieder raus bekamen). Als ich mich wieder beruhigt habe entschließe ich mich erst mal zu Adventure Fishing zu fahren und mir neue Schnur auf meine Rolle spulen zu lassen, da ich momentan nicht über Ersatzspulen verfüge. Da es von der Zeit her passt nehme ich Dennis mit, der danach gleich zur Arbeit aufbricht. Kurz nach 10uhr bin ich dann wieder an der Außenalster und montiere meine Rute neu. Ich fahre sie mit Martin raus. Da wir am letzten Abend so lange gebraucht haben um die Ruten auszulegen ist die Batterie von dem E-Motor mittlerweile leer, sodass gerudert werden muss… Bei diesem Wind keine leichte Aufgabe, wenn man keinen Schnurbogen haben will. Da sich mittlerweile das GPS wieder angefunden hat, haben wir gemerkt, dass wir unverhältnismäßig weit draußen fischen und uns entschieden unsere Spots auf ca. 130-200m Entfernung zu legen. Der Tag war ansonsten ganz gut. Die Sonne schien ab und an und wir wurden vom Dauerregen verschont. Um 22 Uhr kam Dennis von der Arbeit wieder und wir haben die Ruten nochmal alle neu ausgelegt. Diesmal bewaffnet mit GPS und 2 H Bojen, welche mit Knicklichtern versehen waren. Diesmal lief alles glatt und wir waren zufrieden mit unseren Spots. Nach einem Abendmahl haben wir uns dann auch wieder relativ schnell zum schlafen hingelegt. Am nächsten morgen gegen 8 Uhr hatte ich dann wieder einen Biss… Dieses mal einen Fallbiss. Jedoch ging der Swinger nur ganz langsam Stück für Stück nach unten. Ich habe mich erst mal damit begnügt ihn wieder richtig einzustellen. Nach ca. 15 min senkte er sich jedoch wieder. Da war es mir dann völlig klar. Ein Brassen musste es sein. Ich holte also die Rute raus. Nachdem ich den Brassen wieder die Freiheit gegeben hatte habe ich neu bestückt und mit Dennis erneut ausgelegt. Nochmal kurz rübergefüttert und fertig. Da es nachmittags gewittern und stürmen sollte haben wir uns dann gegen 11 Uhr entschieden einzupacken. Natürlich kamen die Ruten zum Schluss. Es wurde uns eine kleine Überraschung zuteil, als wir an einer Rute einen relativ großen Rapfen herausholten. Ein schöner Fisch, auch wenn es kein Zielfisch war. Und so ging ein wirklich nervenaufreibendes Wochenende an der Außenalster vorbei. Ich muss sagen, es war eine meiner katastrophalsten Sessions die ich bis dato erlebt habe. Aber aus seinen Fehlern lernt man. So kann es laufen. Die 1. Nacht war unser Fehler. In der zweiten Nacht lagen die Ruten gut, jedoch hatten wir dort nicht vorgefüttert und mittlerweile auch nicht mehr genug um eine ordentliche Futterkampagne zu starten. Aber das wichtigste ist ja einfach raus zu kommen und nicht in der Bude zu hocken. Ab ans Wasser und seinem Hobby nachgehen, darauf kommt es an. Wenn ihr das nicht vergesst und das Wesentliche nicht aus den Augen verliert kann euch eine erfolglose Session nicht schocken und ihr denkt gleich wieder voll motiviert an die nächste Session. Und noch eines, bitte versucht bei abgerissenen schnüren diese immer wieder aus dem Wasser zu holen. Es war nicht das erste mal das uns eine Schnur gerissen ist und die halbe rolle in einem Gewässer lag. In diesem fall fahrt quer mit einer Rute und blei zur schnur bis ihr sie wieder habt . Nicht auszudenken was eine lange Schnur im gewässer anrichten kann. In diesem Sinne, viel Erfolg am Wasser und Tight Lines.  

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Aprilsession an einem Baggersee 2016

Für das Jahr 2016 haben wir uns einen alten Baggersee vorgenommen. Ein einfaches Gewässer ist es nicht, aber wenn man was erreichen will, dann sollte man auch Herausforderungen annehmen. Also ging es im März das erste Mal hin. Leider hatten wir keinen Erfolg. Dadurch aber nicht entmutigt geht es also Donnerstag los ans Wasser. Aber nicht an die Spots, die wir schon kannten. Ich hatte eine Woche zuvor vom Sandstrand aus zwei Karpfen gesehen. Also hat sich Dennis die Tiefenkarte etwas genauer angeschaut und mich überredet sich an eben diese Stelle zu setzen. Also geht’s los. Ich hole Dennis gegen 16 Uhr ab und es geht nach einem Einkauf ab ans Wasser. Das aufbauen des Camps und der Ruten dauert mal wieder etwas länger. Nachdem das endlich geschafft ist, gibt es erstmal einen Wein. Passend zum Feierabend beginnt es auch zu regnen. Das stört uns nicht weiter, haben ja ein großes Zelt. Am nächsten Morgen gibt es erst mal gegen 7 Uhr einen schönen Kaffee. Danach muss ich leider nochmal für ein paar Stunden das Wasser verlassen. Aber Dennis hält ja die Stellung. Um 17 Uhr bin ich dann aber auch wieder da. Mit im Gepäck neue Korda Schuhe und eine Fox Mütze für Dennis. Natürlich habe ich auch an das Hackfleisch für unser Chilli gedacht. Es muss ja schließlich auch auf das leibliche Wohl geachtet werden. Leider regnet es immer noch. Am Abend besuchen uns noch Tom & Familie für einen kleinen Plausch am Wasser. Später verziehen sich auch langsam die Wolken am Himmel und es wird eine fast wolkenlose Nacht. Der Samstag begrüßt uns mit Sonne und auflandigem Wind. Aber bevor ich das richtig wahrnehmen kann begrüßt mich ein mürrisch dreinschauender Dennis. Die ersten Worte, die ich von ihm an diesem Morgen zu hören bekomme sind :“Ich habe echt eine Krawatte!“ Er ist mürrisch, schließlich hat er seine Hoffnungen auf diesen Platz gesetzt und ja schon seid einiger Zeit eine Pechsträhne. Nach dem morgendlichen Kaffee zieht er dann auch gleich los um einen anderen Spott zu finden, den er anwerfen kann. Nach 1-2 Stunden spotten findet er dann das gesuchte Plateau. Aber kaum hat er mir von seinem Erfolg erzählt und schöpft neue Hoffnung, kommt ein Angler an, der sich zwischen den Spott und unser Camp setzt. Nachdem Dennis seinen Frust in einer vollen Kuksa mit Wein ersoffen hat, entscheiden wir uns neu auszuwerfen und an der hinteren Kante auf ca 5,5-6 Metern Tiefe zu fischen. Da wir an den Tagen zuvor Probleme mit Reierenten hatten (die haben uns unser ganzes Futter sofort wieder weggefressen) verzichten wir ab heute auf Partikel. Wir füttern nur noch Boilies und Halibutpellets. Unser Plan geht auf. Die Enten lassen uns in Ruhe und wir haben einen ruhigen Spott. Wir sitzen gerade bei einer Tasse wein vorm Zelt zusammen, als mein Micron zwei mal piept. Unsere Aufmerksamkeit wird nun auf meine linke Rute konzentriert. Ca. 10 Sekunden später gibt es noch einmal 3 pieper und ich gehe langsam auf das Rod Pod zu. Ich habe noch nicht die Hälfte zu meinem Pod zurückgelegt…. PIIIIIIIIIIEEEEEPPPP! VOLLRUN. Ich sehe die Rolle abspulen, renne zur Rute und nehme den Kampf an. Ich habe einen kampfstarken Gegner. Dennis steht mittlerweile im Wasser um den Carp zu keschern. Teamarbeit halt! Nach einem kurzen Kampf ist er im Kescher. Jackpot! Es ist ein schöner Schuppi. Kein Riese, aber schön anzusehen. Er hat markante Merkmale. Diesen Fisch erkenne ich nächstes mal wieder!   Nach einem kurzen Fotoshooting setzen wir ihn vorsichtig wieder zurück in sein Element. Jetzt erstmal zurücklehnen und über den gefangenen Fisch und die Umstände sprechen. Er hat auf einen Ananas Pop Up an einem Chod-Rig gebissen. Natürlich warten wir ab nun jederzeit auf einen Biss. Die Karpfen sind ja offensichtlich da, also warum nicht ein zweiter Run. Es bleibt aber ruhig und auch in der Nacht auf Sonntag ertönen unsere Bissis nicht. Eigentlich war geplant am Sonntag gegen 9 Uhr das Camp abzubauen und den Heimweg anzutreten. Aber gestern hat der Karpfen auch erst um 16 Uhr gebissen. Der Wind steht immer noch auflandig und die Sonne kämpft sich ab und zu einen Weg durch die Wolken. Eigentlich optimale Bedingungen. Also entscheiden wir uns bis ca. 15 Uhr zu bleiben. Doch die Pieper bleiben still. Also geht’s um 15 Uhr ans einpacken. Als letztes kommen die Ruten dran. Die Abhakmatte ist schon ausgeleert und zum trocknen hingestellt. Ich bringe gerade den Kescher nach oben als ich einen kurzen Piepser höre und Dennis ruft, dass er einen Run hat. Ich blicke mich ungläubig um und sehe Dennis beim Drill. Also ab in die Waatstiefel und ins Wasser um den fisch zu Keschern. Nach einem guten Drill zeigt sich der Buckel eines Spieglers an der Wasseroberfläche. Wir können ihn sicher landen und laden ihn zu einem Fototermin ein. Dann noch kurz wiegen. Die Waage bleibt bei 17,2 KG stehen. GEIL!!!     Er hat wahrlich in der letzten Minute gebissen. Also liegt es auf der Hand: Wir taufen ihn auf „Last Minute“. Nun wird zuende eingepackt und es geht nach Hause. Fazit: Es war eine geile Session. Sie hatte Höhen und Tiefen, aber am Ende konnten wir zwei schöne Fänge verbuchen und Dennis hat seine Pechsträhne abgelegt. Die Zeit in der Natur und am Wasser ist mal wieder viel zu schnell vorbei gegangen. Aber wir kommen wieder!!!

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Herbstsession Nr.1 am Hausgewässer 2015

Eher spontan als lange geplant entscheide ich mich mit Tom zusammen eine Session übers Wochenende an meinem Hausgewässer zu machen. Die Wassertemperatur stimmt, der Luftdruck auch. Was nicht so perfekt ist, das sind die Wetterbedingungen. 8 Stunden Sonne am Tag… Lieber hätte ich bewölkten Himmel. Außerdem kommt der Wind nicht durchgehend aus einer Richtung sondern dreht immer wieder. Keine perfekten Umstände für die Wahl des richtigen Spottes. Naja, man kann nicht alles haben. Wir wählen uns also einen Spot aus, der uns geeignet scheint. Dort füttern wir am Donnerstag schon mit Mais, Boilies und Fischmehl vor. Nur geringe Mengen. Wir wollen nicht zu viel Futter ins Gewässer kippen… Am Freitag wird der Wagen gepackt und eingekauft. Dann geht’s ab ans Gewässer, wo Tom mich schon erwartet. (Er hat früher Feierabend gemacht und schon mal die Ruten aufgebaut) Also Markerrute raus und die Kanten finden. Und dann immer schön eine Rute nach der anderen platzieren. Nochmal ein bisschen Futter mit der Spomb drüber und ein paar Boilies mit der Zwille und gut ist. So verfahren wir mit allen 4 Ruten und setzen dabei auf Teamarbeit. Wir benutzen überall die Crank Hooks von Korda und fischen überall Schneemann. Sinker und halben Pop Up. Gegen 19 Uhr sind wir dann endlich fertig und kümmern uns die nächste STD. ums aufbauen des Camps. Nun kann’s losgehen! Auf auf ihr Carps, lasst uns nicht warten! 😉 Da dieses Jahr nicht gerade unser bestes Jahr war, wenn es sich um den Fang von Karpfen dreht, sind die Hoffnungen groß. Nach einem schönen Glas Whiskey und einem knappen Abendbrot legen wir uns auf die Liegen und dösen ein. Plötzlich werde ich von dem grellen Sound des Receivers geweckt. Wir beeilen uns aus dem Zelt und zur Rute zu kommen. Nach einem ersten kurzen Kampf wird die Schnur plötzlich locker: „Was ist los?? Ist der Fisch ab??“ fragen wir uns. Aber Glück gehabt. Endlich ist die Fühlung zum Fisch wieder da. Das Keschern klappt reibungslos und wir freuen uns über einen sehr schönen 15Pfd Schuppi. Nun kurz Fotos machen und wieder ab in die Freiheit.   Total Happy bestücken wir die Rute wieder neu und platzieren sie ca einen halben Meter tiefer auf ca. 4m. Wieder ein bisschen Futter über den Platz und weiter kann es gehen. Nachdem wir den Fang ausführlich diskutiert haben geht es wieder ab in die Falle. Schließlich ist es mittlerweile 1 Uhr und man will ja fit für den Nächsten sein. Und wieder: um 8 Uhr morgens reißt uns der Dauerton des Mxr+ aus dem Schlaf. Der Drill beginnt und der Carp nimmt und nimmt Schnur. Er ist fast nicht zu stoppen. Doch so nach und nach gewinnen wir die Oberhand! Nach einem anständigen Kampf ist er endlich im Kescher. Ich traue meinen Augen kaum als ich ihn auf die Abhakmatte hebe. Das ist ein ganz großer Spiegler denke ich mir! Das Wiegen zeigt, ich habe Recht!!! Der Zeiger bleibt bei 19,7kg stehen. Nun wird noch kurz der Wiegesack gewogen:600g. Er hat also ein unglaubliches Gewicht von 19,1kg=38,2Pfd. WAHNSINN!!! Nach dreistündigem Hältern ist die Sonne endlich soweit aufgegangen um ein paar Fotos zu machen. Und genau bei den Fotos passiert es. Es sind erst 3<4 gemacht, da hat der Carp keine Lust mehr Luft zu atmen. Er schlägt 1mal, 2mal,3mal um sich und weg ist er. Wieder in seinem Element. Schade das es nicht mehr Fotos geworden sind. Aber so wichtig ist das ja auch gar nicht. Dieses Tier gefangen zu haben und es im Arm gehalten zu haben reicht mir schon völlig aus. Der folgende Tag und die nächste Nacht ergeben leider nichts mehr. Also wird schon um 8 Uhr am Sonntag morgen eingepackt und es geht wieder ab nach Hause. Fazit: Es war eine super schöne Session. Ich habe meinen PB geknackt und einen schönen Schuppi fangen können. Was will ich mehr? Auf jeden Fall werde ich bald wieder kommen!!!

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Oktobersession 2014

Nachdem ich das letzte Wochenende an der Außenalster geblankt habe, wollte ich es dieses Mal woanders versuchen. Am Montag fahren Dennis und ich also schon anfüttern. Für diese Session haben wir Mais, Weizen, Tigernüsse und Hanf gekocht. Angefüttert wird mit einem Mix aus Mais, Weizen, Tigers, Pellets, Fischmehlen und Boilies. Da wir erst Mittwoch wieder anfüttern wollen, kippen wir gleich 30l Partikel an unsere Spots. (Das Anfüttern geschieht natürlich vom Boot aus) Wir haben uns dazu eine Kante ausgesucht, wo der Grund von 2m auf 8m abfällt. Der Boden ist mit Muscheln übersäht. Also eine perfekte Stelle für die Carps. Da wir dort noch nicht oft gefischt haben, kennen wir leider die üblichen Wege der Karpfen noch nicht, sind aber dennoch zuversichtlich. Außerdem haben andere Karpfenangler, welche kurz zuvor in der Nähe gefischt haben, relativ gute Ergebnisse erzielt. Da Dennis Freitag noch einen Termin hat und somit erst am selbigen Tage gegen 16 Uhr zu mir stoßen kann, angle ich von Donnerstag auf Freitag mit einem Bekannten. Natürlich haben wir den Wagen schon am Donnerstag voll beladen. Nachdem ich unser Camp aufgebaut habe (das Tackle habe ich größtenteils mit dem Boot hin geschafft), beschäftige ich mich mit dem Aufbau der Ruten und dem Auslegen derselben. Gegen 00:30 Uhr bekomme ich den ersten Biss auf meiner rechten Rute. Ich springe aus meinem Bivvy und sehe, dass es ein Fallbiss ist. Nach kurzer Prüfung nehme ich Kontakt zu dem Fisch auf und schlage an. Ich merke sofort, dass es kein Brassen sein kann, da dieser nicht so viel Wiederstand leisten würde. Es ist ein kleiner Schuppi. Ca. 10-12 Pfd schwer. Genau kann ich das nicht sagen, weil ich drauf verzichte ihn zu wiegen. Er hat eine golden-braune Färbung mit einer Pigmentstörung an der hinteren Flosse, welche sich durch einen rötlichen Touch bemerkbar macht. Es ist ein wunderschönes Tier. Nach dem erneuten auslegen der Rute beginnt wieder das Warten. Leider tut sich diese Nacht nichts mehr. Am Morgen verabschiedet sich mein Bekannter ca. gegen 6 Uhr. Ich benutze die Morgenstunde um erneut nochmal auszulegen. Um 16 Uhr kommt dann Dennis zum Camp. Nachdem er seine Ruten aufgebaut hat legen wir unsere Angeln allesamt aus. Nach dieser Beschäftigung wird es langsam dunkel. Irgendwann bekommt Dennis einen Fallbiss auf seiner rechten Rute. Er haut an und merkt einen kleineren Carp am Haken. Leider hat er das Pech, dass dieser sich irgendwo verfängt. Nachdem er ins Boot gestiegen ist und das Blei wieder frei bekommen hat, ist der Karpfen leider ab. Am nächsten Tage legen wir wieder früh morgens die Angeln aus, da wir ein Krabbenproblem haben müssen wir das relativ oft tun. Gegen 12 Uhr fahre ich mit dem Auto los um ein paar Besorgungen zu machen. Als ich wieder komme sehe ich Dennis gerade eine Angel neu beködern. Ich gehe hin und er teilt mir mit, dass er soeben einen 30Pfd Spiegler zum Landgang überredet habe. Ich glaube ihm natürlich zuerst kein Wort, aber als er mir dann die Waage zeigt und den Karpfensack im Wasser, glaube ich es und wünsche ihm ein dickes Petri! Ich find es schade, dass ich nicht bei dem Drill dabei war. Dieser hat, laut Dennis, ca 10-15 Minuten gedauert und der Carp hat wirklich gut gekämpft! Natürlich freue ich mich mit Dennis über den schönen Fisch, zumal es Dennis ‘erster 30Pfünder ist und somit sein zweit größter Fisch (Er hat einen 44Pfd gefangen und dann noch einen 27Pfd, aber keinen dazwischen). Nun will ich auch unbedingt noch einen fangen. Es überkommt mich ein übler Anfall von Fischneid 😉   Nachdem wir ein paar schöne Fotos gemacht haben, wird er wieder in die Freiheit entlassen. Nun warte ich fieberhaft auf einen Biss. Später am Nachmittag bekomme ich dann einen Fallbiss an meiner linken Rute. Ich warte noch ab und beobachte misstrauisch die Blesshühner, welche sich an meinem Spot tummeln. Nachdem ich einige Male den Swinger wieder hochgestellt habe und er jedes Mal kurz danach wieder runter kam, nehme ich Kontakt auf und schlage an… Nun drehe ich die Schnur ein. Es ist ein merkwürdiges Gefühl… Irgendwas habe ich auf jeden Fall dran, denn es ist schwerer als normal. Manchmal verspüre ich auch ein zappeln. Als es dann an die Oberfläche kommt traue ich meinen Augen nicht. Es ist ein Blesshuhn…   Der Haken hat sich hinter seinem Flügel verhakt und die Schnur ist ihm einmal um den Hals gewickelt. Dennis macht es los und übergibt es mir fürs Fotoshooting. Zum Glück hat es das Blesshuhn relativ gut überstanden. Und da es ja beim Karpfenangeln Catch & Release heißt, so handle ich natürlich auch in diesem Falle danach. Am Abend habe ich noch 2 weitere Fallbisse, bei denen es sich um Brassen handelt. Weiter tut sich diese Nacht leider nichts. Am Sonntag packen wir also gegen 14 Uhr zusammen, verfrachten unser Tackle aufs Boot und machen uns auf den Heimweg. Fazit: Es war eine schöne Session in der das Wetter uns auch gut gesinnt war. Leider hat es ein bisschen an Bissen und somit auch an den Fängen gemangelt. Aber immerhin konnte Dennis einen schönen Spiegler überlisten. Die Session hat sich auf jeden Fall gelohnt!   Die Dove Elbe ist ein abwechslungsreiches Gewässer mit vielen verschiedenen Bodenbeschaffenheiten usw. Es ist aber schwer einen guten Spot zu finden, an welchem der Angeldruck nicht so hoch ist. Außerdem sind oftmals die Bootfahrer ziemlich störend, da sie keinerlei Rücksicht auf uns Angler nehmen. Absenken ist Pflicht!!! Im Sommer sollte daher das Angeln an der Doven Elbe vermieden werden. In den kälteren Monaten nimmt die Schifffahrt auf dem Gewässer ab und es ist somit einfacher und entspannter dort zu angeln. Es sind auf jedenfall schöne Karpfen in der Doven Elbe. Auch sehr kapitale Fische sind vorhanden und insofern lohnt es sich das Gewässer weiterhin im Auge zu behalten und dort auch sein Glück zu versuchen.

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Septembersession 2014

Nach einem stressigen Tag schmeiße ich kurzerhand mein Tackle in meinen Honda und fahre zu Dennis. Er erzählt mir auch von einem anstrengenden Tag und so geben wir uns keine große Mühe den Wagen ordentlich zu packen, sondern stopfen sein Tackle einfach noch irgendwie in den Wagen, sodass dieser, trotz des stark reduzierten Gepäcks, zum Bersten gefüllt ist. Wir treffen am Rückhaltebecken ein, fahren bis zu unserem Angelplatz vor, da die Schranke nicht geschlossen ist, und laden schnell unser Tackle aus um den Wagen schnellstmöglich wieder auf die erlaubten Pfade zu lenken. Dennis schlägt mit der Machete den Platz für das Bivy frei und wir errichten unser Camp. Nun erst kommen die Angeln dran. Nach einer kurzen Besprechung, betreffend der Positionierung, stellen wir ein Rod Pod links zur Hälfte ins Wasser und das Andere rechts in eine Schilfschneise. Wir haben uns entschieden unsere Ruten abwechselnd auf die Pod´s zu legen. Also im 1-2-1-2 System. Wobei die 1 für Dennis‘ Ruten und die 2 für meine Ruten steht. Mit diesem System ist es uns möglich die beiden angefütterten Spots mit jeweils einer Ruten von Dennis und von mir zu befischen. Der eine Spot liegt knappe 30 Meter links von uns vor einem Seerosenfeld. Der zweite Spot liegt ca. 60 Meter entfernt, ziemlich gerade vor uns, ebenfalls vor einem Seerosenfeld. Natürlich haben wir diese beiden Spots bereits zwei Tage vorher angelegt. Also schon am Mittwoch, den 10.09.14. Da wir dieses mal ein bisschen präziser Angeln wollen haben wir uns entschlossen unsere Angeln mit einem kleinen Schlauchboot auszulegen. Diese Aufgabe übernimmt Dennis netterweise. Das Boot ist aber so klein, dass er darauf verzichtet Heidi mal mitzunehmen. Jeweils zwei Ruten werden gleichzeitig kurz vor den Seerosen ausgelegt und gleich noch ein bisschen angefüttert. Nachdem dies erledigt ist machen wir uns noch 2 Dosen Gulaschsuppe und essen dazu ein Baguette. Ein wenig schnacken wir noch, dann wird es aber auch schon zeit sich schlafen zu legen. Die Zeit ist schnell rumgegangen und es ist mittlerweile schon 2 Uhr. Samstagmorgen wachen wir schon um kurz nach 7 Uhr auf. Kurz vor 8 Uhr sieht Dennis plötzlich von seiner linken Rute die Schnur nach links wandern und haut an. Leider bekommt er keine Fühlung zum Fisch und holt nichts weiter als das Blei und einen leeren Haken raus. Aber dieser Biss zeigt uns, dass hier noch was gehen kann und er steigert unsere Zuversicht. Nach einem Kaffee holen wir die Ruten ein und legen sie erneut aus. Ich fische links mit einem Whity-Pool-Rig und rechts mit einem ganz normalen Combi-Rig. Um 09:30 Uhr hat Dennis an seiner rechten Rute einen Biss. Allerdings beißt der Fisch so zaghaft, dass erstmal kurz gewartet werden muss um sicher zu gehen, dass er auch richtig hängt. Dann haut Dennis an und drillt den Fisch eine kurze Zeit, bis es einen kleinen Ruck gibt und er ab ist. Jetzt haben wir die Nase voll. 2 Bisse nicht verwertet? Das darf nicht sein! Also setzen wir uns hin und basteln uns neue Rigs mit anderen Materialien.  Nun legen wir die Ruten erneut aus, diesmal mit einem guten Gefühl. Am Abend legen wir die Ruten erneut aus und machen es uns anschließend im Bivy gemütlich und schlafen irgendwann ein. Um 4:30 Uhr piept plötzlich mein Bissanzeiger, doch bevor ich auch nur aus dem Schlafsack raus bin ist Dennis schon bei der Angel und wartet auf mich. Noch vollkommen verpennt frage ich, ob es ein Run an meiner Rute ist. Er sagt nur: “Natürlich an deiner Rute, deine Funke hat schließlich auch im Zelt gepiept!“ Ich komme bei meiner Angel an, sehe dass der Fisch weiterhin Schnur nimmt und haue an. Juhuu, der sitzt! Nun drille ich den Carp schön ruhig und langsam, da ich nicht möchte, dass er ausschlitzt. Ich mache das so langsam, dass Dennis schon die Geduld verliert. Endlich lande ich den Carp.   Wir sind beide vollkommen überrascht. Den Karpfen kennen wir. Das ist der geiche Spiegler, den ich letztes Mal schon in diesem Rückhaltebecken gefangen habe. Da wir diesmal besser ausgerüstet sind, machen wir trotz der Dunkelheit ein Fotoshooting und lassen den Karpfen dann wieder in die Freiheit zurück.   Kurz entschlossen entscheide ich mich dafür, dem Karpfen einen Namen zu geben. Schließlich fange ich ihn jetzt ja schon zum zweiten Mal! HARALD nenn ich ihn. Warum, das weiß ich auch nicht. Wir bringen die Rute wieder aus und legen uns nach einer Zigarette wieder schlafen. Leider tut sich bis zu dem Abbruch unseres Camps nichts mehr. Somit hat dieser Ansitz uns nur einen alten Bekannten beschert. Fazit: Der Ansitz hat mal wieder großen Spaß gemacht. Leider wurde er dadurch getrübt, dass Dennis zwei Bisse nicht verwerten konnte. Außerdem stellt sich uns nun die Frage, ob es Zufall war, dass wir Harald wieder gefangen haben. Vielleicht sind in diesem Rückhaltebecken nur 3-5 größere Karpfen vorhanden. Andererseits haben wir mit anderen Karpfenanglern gesprochen, die an dem kleineren See saßen und die haben in der Nacht auch zwei Bisse gehabt. Das wiederum spricht eigentlich für mehr Karpfen. Naja, das muss dann wohl ein weiterer Ansitz zeigen. Wir werden sehen! Am Ende bedanke ich mich hier bei Dennis für den super Ansitz und dafür, dass er so oft mit mir loszieht.

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Test eines Altarms der Elbe (September 2014)

Seitdem Dennis die Aussicht auf das ASV-Ticket hat, interessiert ihn ein Altarm der Elbe sehr. Also beschließen wir diese mal zu befischen. Dazu suche ich im Internet nach dem Fischbestand, den Angelplätzen und der Grundbeschaffenheit. Leider sind alle Daten und Informationen, die ich finde, aus dem Jahr 2005 oder früher. Dort heißt es, dass der Karpfenbestand sehr gut ist. So in der Regel fängt man da laut Internet ca. 18-24Pfd Karpfen. In einem Forum steht, dass der Karpfenbestand anscheinend rückläufig ist (Thread von 2005). Ich denke mir nichts weiter dabei und mache mich per GoogleMaps und GoogleEarth  mit Dennis zusammen an die Suche eines potentiellen Spots. Da man so aber nur begrenzt Informationen sammeln kann machen wir uns an einem Samstag mit dem Schlauchboot (ohne Motor) auf, um das Gewässer zu erkunden. Bei der Schleuse setzen wir unser Boot zu Wasser und fahren die Süderelbe hinauf. Nach einer ganz schön großen Strecke finden wir endlich eine kleine Lichtung wo keine Bäume und Büsche in das Wasser ragen und wo wir unser Camp aufschlagen können. An der gegenüberliegenden Schilfkante checken wir noch kurz den Untergrund und füttern uns dann dort und im Mittelwasser jeweils einen Spot an. Am folgenden Tag fahren wir wieder hinaus um anzufüttern. Ganz günstig trifft sich, dass wir einen kleinen Kanal finden, der an eine Strasse führt, sodass wir fortan nur noch dort unser Boot zu Wasser lassen und uns somit eine gute Strecke zu unserem Spot sparen. Am Montag stellt sich uns das Problem, dass mir die Information gegeben wird, dass das Südufer der Alten Süderelbe angeblich gar nicht beangelt werden darf. Daraufhin ändern wir unsere Pläne und wählen spontan einen anderen Spot, welchen wir nur per GoogleMaps inspiziert haben. An einem Dienstag geht es dann auch voller Erwartungen vollkommen überladen los. Dieses Mal müssen ja zu unserem üblichen Tackle auch noch 2 Schlauchboote in dem Wagen Platz finden. Das Wetter ist gut, soll sogar richtig warm werden. Da es die letzten Wochen aber nicht wirklich warm war mache ich mir deswegen keine großen Sorgen. Aber irgendwie steht dieser Ansitz schon von Anfang an unter keinem guten Stern! Da wir zum Wasser eine kleine Strecke zurückzulegen haben packen wir unser Tackle auf den Trollie, bei dem dann auch prompt der Reifen platzt.  Gleich danach werden wir von einer Frau angequatscht, die uns einreden will, dass die gesamte Alte Süderelbe Naturschutzgebiet sei und wir hier sowieso nicht angeln dürften. Da wir nun des Trollies beraubt sind entscheiden wir uns doch für unseren alten Spot und beladen etwas genervt zum zweiten Mal an diesem Tag den Wagen.  Zum Glück hatten wir am Morgen nochmal auf die aktuelle Gewässerkarte geschaut und festgestellt, dass wir unseren vorbereiteten Spot doch beangeln dürfen und einer Fehlinformation zum Opfer gefallen sind. Leicht verspätet treffen wir also an dem kleinen Kanal ein, von wo aus wir zu unserem Platz aufbrechen wollen. Wir entladen den Wagen und beladen unser Schlauchboot. Und ab geht es durch den Kanal auf die Alte Süderelbe und ca. 600 Meter darauf bis zu unserem zukünftigen Camp.  Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase gefällt das Schlauchbootfahren auch Dennis’ französischer Bulldogge Heidi. Nachdem die Vegetation, in einem notwendigen Maße, in die Flucht geschlagen wurde, bauen wir unser Camp auf. Es steht nun ca. 1 Meter über dem Wasserspiegel. Unsere RodPod´s stehen unten im Wasser. Das heißt jedes Mal Waathose an bei einem Run. Aber was muss, das muss!   Mit Hilfe der Atropas von Dennis haben wir keine Probleme im Dunkeln die befütterten Spots zu finden und unsere Köder präzise auszulegen. Leider wird unsere Mühe in der ersten Nacht nicht belohnt. Am Mittwochmorgen legen wir unsere Köder erneut aus und füttern auch noch mal kräftig an. Muss ja schön attraktiv sein unser Angelplatz, so unsere Devise.  Gegen 15 Uhr fängt es dann doch nochmal an zu piepen. Dennis hat auf seiner rechten Rute einen Fallbiß. Nach einem kurzen, aber guten Kampf kommt ein kleiner ca. 3Kg schwerer Schuppi zu Tage, der auf ein Chod-Rig gebissen hat. Leider sitzt der Haken nicht in der Unter-/Oberlippe, sondern in der linken Außenkieme. Nach dem Entfernen des Hakens erkennen wir dort eine Wunde aus der beständig Blut quillt. Aus diesem Grund lassen wir den Karpfen nicht gleich wieder schwimmen, sondern hältern in für 1 Stunde in einem Karpfensack um seinen Zustand kontrollieren zu können. Als die Stunde vorüber ist blickt uns ein fitter und quirliger Karpfen entgegen und wir können ihn in die Freiheit entlassen.   Voller Elan bringen wir die Rute erneut aus und erwarten voller Ungeduld den nächsten Biss. Leider vergebens! Den ganzen restlichen Tag sowie die darauf folgende Nacht rührt sich gar nichts. Somit entscheiden wir uns unser Camp abzubauen und uns noch einen anderen Spot für die letzte Nacht zu suchen. Gegen 10 Uhr brechen wir auf. Nur ca. 400 Meter weiter werden wir auch schon fündig. Es ist eine Lichtung auf einer der alten Stacks in der Süderelbe. Schräg gegenüber hängen abgestorbene Bäume und andere Büsche ein paar Meter über das Gewässer und in dieses hinein. Der perfekte Unterschlupf für Karpfen denken wir uns. Links von uns ist in kurzer Entfernung die nächste alte Buhne zu sehen. Unserer Meinung nach auch ein sehr guter Spot.   Also ist es entschieden, Zwei Ruten an die Buhne und zwei an die überhängende Vegetation. Nach kurzem Anfüttern liegen die Köder auch schon im Wasser. Wobei ich zugeben muss, dass meine Rolle an die Grenze ihrer Schnurkapazität gebracht wurde und ich es geraten hielt meine Rute lieber zusätzlich noch mit einem Zelthering zu sichern. Eine sonderbare Erfahrung! Nach getaner Arbeit hat man sich was zu essen verdient, denken wir so bei uns, und holen unser verpasstes Frühstück nach. Nun noch kurz das Camp aufbauen und die letzte Nacht kann kommen. Die Spots sind gut gewählt und wir schöpfen wieder Hoffnung. Doch auch diese Nacht rührt sich nichts, bis auf ein paar Schnurschwimmer oder ähnliches. Also streichen wir am Freitag um 12 Uhr die Segel, packen in Ruhe unser Tackle zusammen und beladen unser Schlauchboot. Im Kanal haben wir noch eine kleine Hürde zu nehmen, denn uns begegnen 2 Schwäne mit ihrem Nachwuchs… Wohl oder übel muss Dennis sie ein bisschen zur Eile drängen, wir haben schließlich keine Lust den ganzen Tag im Kanal zuzubringen. Und somit geht ein relativ erfolgloser Ansitz zu Ende. Fazit: Allgemein: Die Alte Süderelbe ist ein ziemlich zu gewuchertes Gewässer, an dem es schwer ist gute Spots zu finden. Zur Spotsuche ist ein Boot unbedingt nötig, da es sonst fast unmöglich ist überhaupt Plätze zu finden. Der Gewässergrund ist oft matschig/schlammig, sodass man teilweise erheblich einsinkt. An einigen Stellen ist es sogar so modrig, dass sich dort leicht entzündliche Gase bilden (getestet), welche beim Durchwaaten austreten. Will man anderen Grund finden, z.B. steinigen usw., dann benötigt man auf jeden Fall ein Echolot und viel Geduld. Wer die Natur mag und auch die Tierwelt, der wird die Gebiete an der Alten Süderelbe lieben. Bei unserem Ansitz haben wir 3 Storche, etliche Fledermäuse, Kormorane, einen Eisvogel und sogar eine Eule gesehen.   Persönlich: Durch die ganzen veralteten Informationen über die Alte Süderelbe sind wir mit zu vielen Erwartungen an den Ansitz gegangen. Dieser 1. Test hat zumindest den Eindruck hinterlassen, dass es in dem Gewässer nicht vor Karpfen wimmelt und das evtl. auch die Jahreszeit eine Rolle spielt. Deshalb steht auch auf jeden Fall noch ein 2. Test zu einer anderen Jahreszeit an.

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Augustsession 2014

Nach einem ziemlich heißen und schwülen Sommer hat es nun endlich ein bisschen abgekühlt. Die Temperatur liegt jetzt bei ca. 15°-17°C am Tag und 6°-10° in der Nacht. Das Wetter ist bewölkt und von regelmäßigen Schauern durchzogen. Genau richtig, denke ich mir. Ich habe in diesem Sommer oftmals als Schneider nach Hause gehen müssen, da es einfach zu warm war und der Sauerstoffgehalt im Wasser ziemlich gering war. Nun endlich habe ich Hoffnung auf Erfolg. Also fahre ich mit Dennis am Mittwochabend an das Rückhaltebecken, suche mir die Spots aus, an denen ich mir Karpfen verspreche und füttere dort mit der Spomb an. Ebenso am Donnerstag. Am Freitag geht es dann abends endlich los! Voller Vorfreude packe ich meinen Wagen für einen drei-Tage-Ansitz. Da ich mit Dennis angeln gehe, lasse ich dieses Mal die Karpfenliege zu Hause. Ich begnüge mich mit einem Feldbett, da wir zusammen in einem Bivvy kampieren wollen. Auf dem Weg zu ihm hoffe ich nur, dass das Wetter beim Aufbau des Camps trocken bleibt. Nun wird der Wagen endgültig vollgestopft mit seinem Tackle. Schwer beladen fahren wir also los zu dem Rückhaltebecken. Erleichtert stelle ich fest, dass es nur leicht nieselt, als wir ankommen. Nun wieder Tackle rausholen, ab damit auf den Trollie und nichts wie hin zu unserer Angelstelle. Schnell das Bivvy aufgebaut, Liegen etc. rein und dann geht es an das Wichtigste: RodPod und Ruten.     2 Ruten! Da will die Auswahl des Rigs gut überdacht sein. Ich entscheide mich für ein Whity-Pool-Rig und ein Combi-Rig. Diese beiden fische ich immer gerne, wenn ich nicht genau weiß wie der Untergrund an meinem Spot ist. An dem Whity-Pool-Rig fische ich mit einem 15mm Sweet Monstercrap Boilie, den ich vorher in Pineapple-Goo eingelegt habe. Nach Gefühl werfe ich diese Rute so nah wie möglich links neben ein Seerosenfeld. Jetzt Rute 2. Dort entscheide ich mich für einen 20mm Garlic & RobinRed Boilie. Diese Kombi hat ihren Platz kurz vor den Seerosenfeld, einen Tick weiter rechts als die 1. Rute. Dennis legt seine Ruten dann jeweils im Abstand von ca 3-5 Metern rechts neben meinen beiden Ruten ab. Bissanzeiger werden angestellt und die Swinger eingehängt. Jetzt nur noch mit der Spomb den Spot attraktiv machen und dann kann der Carp kommen, denke ich mir. Ich baue gerade die Spottingrute auf und will anfangen zu füttern, da piept mein rechter Bissanzeiger zaghaft auf. Ich bin ein bisschen irritiert, da es kein richtiger Run und auch kein richtiger Fallbiss ist und denke sofort an einen Brassen. Also lasse ich es kurz weiter zuppeln. Dann schnappe ich mir die Rute und  nehme Kontakt zu dem Fisch auf. Sofort spüre ich einen größeren Wiederstand. Da ist es mir klar: Das kann kein Brassen sein, das muss ein Karpfen sein! Jetzt drille ich ihn ohne extrem viel Gegenwehr bis auf ca. 7m heran. Da scheint er plötzlich zu merken, dass er aus dem Wasser soll und geht mir richtig in die Knarre. Nun fängt der eigentliche Drill an. Dennis hat in dieser Zeit schon alles vorbereitet: Die Abhakmatte ist nass, der Kescher liegt im Wasser bereit um den Karpfen zu landen. Aber jedes Mal, wenn ich ihn über den Rand des Keschers ziehen will, überlegt sich’s der Fischi nochmal anders und zieht wieder ab. Nur Geduld, denke ich mir, sonst schlitzt er vielleicht aus! Endlich ist es soweit und er gleitet über den Kescherrand. Yes! Endlich Erfolg, denke ich so bei mir. Ich lege ihn in die Abhakmatte und entferne den Haken, der ganz vorne in der Lippe hängt. Jetzt muss er aber erst mal gewogen werden. Die Wage zeigt 21Pfd an. Schade das es so dunkel ist, sonst könnte man gleich ein paar schicke Fotos machen. Naja, so kommt er halt in den Karpfensack und wird bis zum Sonnenaufgang gehältert. Da es am Ufer sehr flach ist erbarmt sich Dennis und steigt aus seiner Hose und in den See um den Karpfen weiter draußen im tieferen Wasser zu befestigen. Jetzt werfe ich die Rute wieder an ihren Spot. Ich lasse sogar den Boilie dran, da er nicht beschädigt ist und von seiner Attraktivität nichts eingebüßt hat.     So der Adrenalinschub lässt langsam nach. Jetzt aber mal zum Ende kommen! Also füttern wir noch kurz die Spots an und machen es uns in dem Bivvy gemütlich: Petroleumheizung an, Bier auf, Kippe in den Mund! Mal sehen was die Nacht noch bringt, denke ich so bei mir und dämmere langsam weg. Um 5 Uhr morgens werde ich vom Piepen meines rechten Bissanzeigers geweckt. Ich komme nicht so schnell in meine Schuhe rein, deswegen ist Dennis vor mir raus. Ich rufe ihm nur noch zu, dass er ihn drillen soll. Er haut an und….. Haken sitzt! Nach einem netten Drill und der Landung des Karpfens stellt sich heraus, dass es ein schöner Schuppi ist. Die Waage zeigt 17Pfd an. Da es immer noch dunkel ist, wird er auch gehältert. Den Rest der Nacht blieben die Pieper leider still. So, der Tag ist angebrochen. Nun einmal die Ruten neu bestücken und dann können wir die Karpfen genauer betrachten und fotografieren. Diesmal fische ich an meinem Whity-Pool-Rig einen Monstercrap Pop-Up. Die Karpfen werden wieder In die Abhakmatte gelegt und für die Fotosession vorbereitet. Jetzt sind sie natürlich wieder fit und ausgeruht und somit schwerer zu halten und zu fotografieren.     Nachdem die Fotos geschossen wurden, haben wir die Karpfen schonend wieder in die Freiheit entlassen. Jetzt vergnügen sie sich wieder in ihrer Heimat! Durch die etwas stressige Nacht vergeht der Tag durch Dösen im geheizten Zelt und mit einer leckeren Mahlzeit vom Chinesen. Nachmittags gegen 15 Uhr ertönt der linke Pieper von Dennis. Ein Fallbiss! Dennis nimmt Kontakt zum Fisch auf und erkennt sofort, dass es ein Brassen sein muss. Schade! Den restlichen Tag und auch die nächste Nacht passiert leider nichts mehr. Am Sonntagmorgen um 8 Uhr packen wir unsere Sachen ein und fahren nach Hause. Fazit: Es war eine schöne Session mit wechselndem Wetter. Die beiden Karpfen waren wirklich schöne Exemplare ihrer Gattung und haben im Drill sehr viel Spaß gemacht. Der Trip hat sich auf jeden Fall gelohnt, zumal es ein Gewässer ist, welches ich vorher weder ausgelotet habe noch die Bodenbeschaffenheit untersucht habe. Hiermit danke ich auch Dennis dafür, dass er mit mir bei dieser Session war. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

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